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Über Mich

Das Leben meistern (... denn ich bin mein bester Therapeut)

Die Diagnose "Depression" hat mich seit meinem 17. Lebensjahr begleitet. Zuerst war es nur eine Schlafstörung, dann eine endogene Depression, Jahre später ergänzte der Facharzt die Diagnose mit einer exogenen Depression. Dazu kamen im Laufe der nächsten Jahre wochenlange Migräneanfälle, Asthma, Allergien sowie andere organische Krankheiten, welches dazu führte, das ich 1977 einen Schwerbehindertenausweis mit 50% erhielt, welcher 1979 auf 70% erhöht wurde. Nachdem ich 5 Jahre frei von Medikamenten war, habe ich den Ausweis nicht mehr verlängern lassen.

Die damals ständigen Arztbesuche endeten fast immer beim Neurologen und ich ging immer mit einem neuen Rezept für Psychopharmaka nach Hause, was völlig fehlte, waren hilfreiche Gespräche. Einmal fragte ich den Arzt, was ich denn tun könnte um gesund zu werden, die Antwortet war, “Nichts, denn auf ihr vegetatives Nervensystem haben sie keinen Einfluss“, das verstärkte meine Hilflosigkeit, sowie die damaligen Depressionen.

Meine Lebenssituation war schwierig, ich war in diese schon hineingeboren. Mein Vater war Alkoholiker, bei uns herrschte Armut, Gewalt und eine ständige Achterbahn der Gefühle und der Wahrnehmungen. Ich entwickelte sehr früh, wie ich heute weiß, eine Co- Abhängigkeit, verbunden mit einer Sucht nach Zuwendung, denn wenn ich krank war, gab es Fürsorge, was ich für Liebe hielt.

Die Buchtitel der Psychotherapeutin Alice Miller „Du sollst nicht merken" und "Das Drama des begabten Kindes“ drückt in etwa meine Kindheitserfahrung aus, verstärkt mit einem Redeverbot.
Also sprach ich überwiegend über meinen Körper in Form von Krankheiten. Da diese Sprache von den Ärzten auch nicht verstanden wurde, versuchten sie die Symptome durch Medikamente zu heilen, was nicht möglich war und ist. Ich war eine „gehorsame“ Patientin, gab die Eigenverantwortung für meine Gesundheit in die Hände der Ärzte, das heißt, ich wusste gar nicht, was es im wahrsten Sinne bedeutete Eigenverantwortung für meine Gesundheit zu übernehmen. 25 Jahre später, 1983, erkannte ich meine inzwischen erworbene Abhängigkeit von Medikamenten, vor allem von Schmerzmitteln. Ich hätte auch Alkoholikerin werden können. (Pille statt Pulle.)

Seit 1983 nehme ich jetzt keine Medikamente mehr.

Meinen Weg in eine ansteckende Gesundheit habe ich in meinen Büchern authentisch beschrieben, welche Sie hier erhalten können.